Publikation über das Institut für Anatomie der Universität Innsbruck während der NS-Zeit

“An das Anatomische Institut in Innsbruck sind zwischen März 1938 und Dezember 1943 insgesamt 199 Körper von Verstorbenen zu Lehr- und Forschungszwecken überführt worden. (Anmerkung: Darunter sieben Menschen, die auf Grund ihrer jüdischen Herkunft verfolgt worden waren). Die Hintergründe dieser Einlieferungen sind Gegenstand aktueller Forschungsarbeiten. Der Historiker Herwig Czech von der Medizinischen Universität Wien (Organisationseinheit Ethik, Sammlungen und Geschichte der Medizin, Josephinum) und der Anatom Erich Brenner von der Sektion für Klinisch-Funktionelle Anatomie der Medizinischen Universität Innsbruck, haben nun erste Erkenntnisse veröffentlicht. Der Artikel mit dem Titel „Nazi victims on the dissection table“ („NS-Opfer auf dem Seziertisch“) ist im angesehenen Fachblatt „Annals of Anatomy“ erschienen.”

Quelle: https://www.uibk.ac.at/newsroom/ns-opfer-auf-dem-seziertisch.html.de – visit 16.06.2019

Download Studie: Nazi victims on the dissection table – the Anatomical Institute in Innsbruck (pdf)

Denkstunde der Universitäten Innsbruck am 13. März 2019

Am 13. März 2019 ab 13:00 Uhr findet eine “Denkstunde” der Universitäten Innsbruck statt. Aus Anlass des Jahrestages des „Anschlusses Österreichs“ erinnern die beiden Innsbrucker Universitäten an die ab März 1938 ausgegrenzten und vertriebenen ProfessorInnen, ÄrztInnen und StudentInnen der Universität Innsbruck. Das im November 2008 im Klinikgelände errichtete Mahnmal der Künstlerin Dvora Barzilai lädt ein, gerade an diesem Tag wieder davor inne zu halten und das Gedenken an das Schicksal  der ehemaligen Kolleginnen und Kollegen wach werden zu lassen. Mit Oberkantor Mag. Shmuel Barzilai, Univ.-Prof. Dr. Wolfgang Fleischhacker (Rektor MUI), Univ.-Prof. Dr. Dr. Tilmann Märk (Rektor LFUI), Günter Lieder (Präsident Israelitische Kultusgemeinde für Tirol und Vorarlberg) und Dr.in Mag.a Gisela Hormayr (Historikerin).

Ort: Mahnmal am Klinikgelände (Südwestecke des Gebäudes der Hautklinik, LKI/Universitätskliniken Innsbruck; bei Schlechtwetter findet die Veranstaltung im Hörsaal Psychiatrie statt). Download: Einladung Denkstunde (PDF)

Mahnmal für ermordete, österreichische Juden und Jüdinnen in Maly Trostinec

In Maly Trostinec, 12km südöstlich von Minsk wurden zwischen 1942 und 1944 bis zu 60.000  Menschen  ermordet. Rund 10.000 österreichische Juden und Jüdinnen wurden aus Sammelwohnungen in Wien nach Minsk deportiert und dort zwischen November 1941 und Oktober 1942 erschossen oder in Gaswagen sofort nach Ankunft ermordet. Nur 17 Österreicher überlebten. Auf Initiatve von Waltraud Barton und ihres Vereins “IM-MER – Initiative Malvine – Maly Trostinec erinnern” wurde jetzt ein Mahnmal für die Ermordeten nach einem Entwurf des Architekten Daniel Sanwald errichtet. Für Waltraud Barton ist das Mahnmal ein “Grabmahl” und eine letzte Ruhestätte.

Verein IM-MER – http://www.waltraud-barton.at/immer/de/home.html

Quellen:

https://derstandard.at/2000098957541/Oesterreich-eroeffnet-Mahnmal-fuer-ermordete-Juden-in-Maly-Trostinec

https://derstandard.at/2000069881060/Mahnmal-fuer-Juden-in-Maly-Trostinec-wird-Projekt-der-neuen

https://derstandard.at/2000082518535/Van-der-Bellen-in-Maly-Trostenez-Auch-Mahnung-fuer-Gegenwart

http://www.waltraud-barton.at/immer/img/kl_zeitung_essay_fischer_0518.pdf – Der Wald der Erinnerung von Dr. Heinz Fischer

https://religion.orf.at/stories/2732799/

80 Jahre Novemberpogrom

Zum Gedenken an “80 Jahre Novemberpogrom” finden in Österreich einige Veranstaltungen statt:

Innsbruck:

Freitag, 9.11.2018 um 15:00 Uhr – Pogromgedenken 2018 – Jüdischer Friedhof (Städtischer Westfriedhof)
Mit: Helmut Muigg (Vorsitzender der Sozialdemokratischen Freitheitskämpfer), Julia Schumacher-Fritz und Karl-Heinz Putzer (Klezmermusik), Bernhard Sieberer und dem Chor der Vielfalt. Die Gedenkrede hält Georg Willi, Bürgermeister der Stadt Innsbruck. Details zur Veranstaltung der Sozialdemokratischen FreiheitskämperInnen

Samstag, 17. November 2018 um 14:00 Uhr – Antifaschistischer Spaziergang
Mit der Historikerin und Journalistin Mag.a Andrea Sommerauer

Wien:

Donnerstag, 8.11.2018 um 18:00 Uhr – ESRA Psychosoziales Zentrum, Tempelgasse 5, Großer Vorplatz, 1020 Wien
An diesem Ort stand von 1858 bis 1938 der Leopoldstädter Tempel. Die Gedenkrede hält Bundespräsident Alexander Van der Bellen.  Details zur Veranstaltung

Radio Ö1:

05.11. bis 09.11.2018 um 6:56 : “Gedanken für den Tag” – Barbara Glück über die November-Pogrome 1938

09.11.2018 um 22:01 :  “Klagender Klang – Musik als Erinnerung” von und mit Irene Suchy

Alle Informationen zu den Sendungen

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