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FALKSTRASSE - Stadtteil Saggen |
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Richard Schwarz, ein Mitteilhaber des ehemaligen Kaufhauses "Bauer &
Schwarz", wohnte mit seiner Frau Magda, geb. Adler und deren
Kindern Erika und Viktor sowie Wilhelm Adler, dem Vater
von Magda in der Falkstrasse 18.
In der Pogromnacht drangen NS-Schergen in die Wohnung ein und misshandelten Richard
Schwarz. Zwei weitere Gestapomänner, unter ihnen Ferdinand Obenfeldner, observierten auf der Strasse das Geschehen und nahmen anschliessend den schwer zugerichteten Vater und seinen 16jährigen Sohn Viktor in "Schutzhaft". Wilhelm Adler blieb unversehrt, da er über den Balkon flüchten
konnte.
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Jänner 2008
© Thomas Kleissl
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Ilse Adler und ihre Mutter Alice wohnten in der Maria Theresien Strasse 33, wo sie in jener Nacht aufgesucht wurden.
Erika Schwarz war bereits im März 1938 nach Paris geflüchtet, wo sie für ein Jahr als Au-pair arbeitete. 1939 ging sie nach Manchester. Dort warteten bereits ihre Eltern und ihr Bruder auf sie. 1946 heiratete sie nach Palästina (verh. Shomroni) und wurde Kindergärtnerin und Blumenarrangeurin. Viktor Schwarz wurde Biochemiker an der medizinischen Fakultät der Universität Manchester.
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Dr. Max
Gerber und seine Frau Berta, geb. Lipcowitz hatten zwei Kinder - Elisabeth und Kurt - und lebten in der Falkstrasse 19. Dr. Gerber war im Ersten Weltkrieg Stabsarzt eines Feldlazaretts,
von 1920 bis 1938 als praktischer Arzt
in Innsbruck tätig und prominentes
Mitglied der jüdischen Kultusgemeinde. Durch einen Wohnungswechsel entgingen
sie den Vergeltungsaktionen in der Pogromnacht.
Das Ehepaar
übersiedelte nach Wien und anschließend flüchteten sie zur Tochter
nach Argentinien. Kurt war bereits im September 1938 nach Wien und
dann mit einem Kindertransport nach England geschickt worden.
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November 2008
© Thomas Kleissl
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| Literatur: |
Martin Achrainer
- Das Pogrom-Denkmal, in: Gabriele
Rath / Andrea Sommerauer / Martha Verdorfer (Hg.), "Bozen Innsbruck
- zeitgeschichtliche stadtrundgänge", Folio Verlag 2000, S 85
- 89
Christian Mathies
- "Immer auf der Seite der Demokratie?" - Überlegungen zur Kontroverse um die NS-Vergangenheit von Ferdinand Obenfeldners, in: Lisa Gensluckner, Monika Jarosch, Horst Schreiber, Alexandra Weiss (Hg.) - Gaismair-Jahrbuch 2008 - Auf der Spur, StudienVerlag 2007, S. 42-50
Horst Schreiber
- Jüdische
Geschäfte in Innsbruck - Eine Spurensuche, Projekt
des Abendgymnasiums Innsbruck; Tiroler Studien zu Geschichte und Politik
1, Michael-Gaismair-Gesellschaft (Hg.) , StudienVerlag
2001, S 97
Gad Hugo Sella
- Die Juden Tirols
- Ihr Leben und Schicksal, Israel 1979
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© 2000 - 2012 Manfred Mühlmann
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