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Titel Orte des Novemberpogroms 1938 in Innsbruck
 
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AKTUELLES & VERANSTALTUNGSHINWEISE

 
 

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Bei Interesse an einer E-Book Version der Homepage (deutsche und englische Version!) schreiben Sie eine Email an innsbruck@novemberpogrom1938.at .

 


 

Erinnerungstheaterprojekt Alte Heimat / Schnitt / Neue Heimat - 11. bis 13. November 2011

Das Erinnerungstheaterprojekt "Alte Heimat / Schnitt / Neue Heimat" von spectACT mit der Gruppe Darstellendes Spiel am Abendgymnasium Innsbruck thematisiert das Leben zweier jüdischer Vertriebener aus Innsbruck. "Sie waren Kinder oder Jugendliche und mussten wegen ihrer jüdischen Herkunft vor der nationalsozialistischen Verfolgungs- und Vernichtungspolitik aus Innsbruck fliehen und konnten sich in England bzw. Israel eine neue Heimat aufbauen. Ihre Erinnerungen an die alte Heimat, an Flucht und Vertreibung und das Leben in der neuen Heimat haben sie in Interviews geschildert. Die Erzählungen von zwei ZeitzeugInnen bringt die Theatergruppe des Abendgymnasiums nun auf die Bühne."

Die Aufführungen finden im Westbahntheater, Feldstrasse 1a, Innsbruck am 11. und 12. November jeweils um 20 Uhr und am 13. November um 18 Uhr statt. Reservierungen: irmi.bibermann@aon.at

 


 

Seligsprechung von Provikar Lampert am 13. November 2011

Am 13. November 2011 findet um 15:30 der Seligsprechungsgottesdienst des österreichischen Priesters Carl Lampert in der Pfarrkirche St. Martin in Dornbirn statt, ORF III überträgt live. "Carl Lampert ist der ranghöchste Priester Österreichs, der von den Nationalsozialisten ermordet wurde. 1894 in Göfis in Vorarlberg geboren, war der Provikar ab 1939 als Stellvertreter von Bischof Paulus Rusch für die kirchliche Verwaltung des Tiroler Teils der damaligen Apostolischen Administratur Innsbruck-Feldkirch verantwortlich. Lampert trat mutig gegen kirchenfeindliche Handlungen von NS-Gauleiter Franz Hofer auf, der Tirol als ersten "klösterfreien Gau" errichten wollte. So protestierte der Provikar etwa gegen die Enteignung des Frauenklosters "Zur Ewigen Anbetung" in Innsbruck. Mehrmals wurde Lampert in Gestapo-Haft genommen. Wegen seines Eintretens für den 1940 im KZ Buchenwald ermordeten Tiroler Pfarrer Otto Neururer begann für Provikar Lampert im August 1940 ein Martyrium durch die Konzentrationslager Dachau und Sachsenhausen-Oranienburg. 1941 wurde Lampert "gauverwiesen" und nach Stettin verbannt. Ein Gestapo-Spitzel verwickelte ihn dort in eine angebliche Spionage-Affäre. Am 13. November 1944 wurde Provikar Lampert in Halle an der Saale enthauptet." - Quelle Katholische Presseagentur Österreich


 

"Jüdische Lebensgeschichten aus Tirol"- Tagung in Schloss Tirol - 15. bis 17.November 2011

Vom 15. bis 17. November 2011 findet im Landesmuseum Schloss Tirol in Südtirol unter der wissenschaftlichen Leitung von Prof. Dr. Thomas Albrich eine Tagung mit dem Thema "Jüdische Lebensgeschichten aus Tirol - vom Mittelalter bis in die Gegenwart" statt. In Zusammenarbeit des Südtiroler Landesmuseums für Kultur- und Landesgeschichte Schloss Tirol und dem Institut für Zeitgeschichte der Universität Innsbruck finden Vorträge und Diskussionen statt. ReferentInnen sind Thomas Albrich, Andrea Bonoldi, Klaus Brandstätter, Maria Luise Crosina, Peter Geiger, Patrick Gleffe, Nikolaus Hagen, Martin Hanni, Christian Herbst, Niko Hofinger, Gretl Köfler, Rosanna Pruccoli, Francesco Saracino, Federico Steinhaus und Helmut Rizzolli. Zum Abschluss gibt es am Donnerstag, 17. November 2011 ein Gespräch von Siegfried de Rachewitz mit Dr. Esther Fritsch, Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde für Tirol und Vorarlberg und Dr. Elisabetta Rossi-Innerhofer, Präsidentin der jüdischen Gemeinde Meran zum Thema "Die Zukunft der jüdischen Gemeinden in Tirol". Einladung.pdf

 


 

Filmprojekt "Zersplitterte Nacht - die Rekonstruktion der Innsbrucker Pogromnacht"

"Die Musterschülerin Emilie und der Rebell Tom sollen für ihre Geschichtsmatura den Mord am Vorsitzenden der jüdischen Kultusgemeinde für Tirol und Vorarlberg Ing. Richard Berger in der Innsbrucker “Reichskristallnacht” des 9. November 1938 rekonstruieren. Nach anfänglichem Widerstand von Tom, der die „Nazikacke“ schon nicht mehr hören möchte, fügen die beiden Schüler Zeitzeugeninterviews, Archivmaterial und erfundene Charaktere zu einer Geschichte zusammen, die aufdeckt und erklärt, wie es zum grausamen und feigen Mord an Ing. Richard Berger und der rassistischen “Reichskristallnacht” kommen konnte. Dem von einem Burn Out in den Lehrdienst zurückgekehrten Geschichtelehrer Dr. Springer gelingt es nicht nur seine Schüler bestens auf die Matura vorzubereiten, sondern die Gewissheit zu vermitteln, dass Geschichte vor allem Lebensschule ist." . - so der Inhalt des Filmprojektes "Zersplitterte Nacht" der Audiovisuellen Gedächtnis Produktion . Das Drehbuch zum Film stammt von Dr. Peter Mair, Regie führt Hermann Weiskopf ("Meine Tante Lydia"), und die Kameraführung liegt in den Händen von Josch H. Pifsterer . Die Zeitzeugeninterviews wurden u.a. mit Abi Bauer, Judith Shomrony, Abraham Gafni und Richard Benson, dem Enkelsohn von Ing. Richard Berger geführt.

Auf der Besetzungsliste finden sich Christine Mayn, Michael Walde Berger, Nick Wilder, Ottfried Fischer, Patrick Mölleken, Julia Gschnitzer, Nina Hartmann, Martin Strele, Heinz Fitz, Edwin Hochmuth, u.a..

Fotos von den Filmarbeiten im Oktober 2011:  
Zersplitterte
                                    Nacht
Zertsplitterte Nacht
Michael Walde Berger (Ing. Richard Berger) und Christine Mayn (Grete Berger) Martin Strele (Gestapobeamter Friedrich Müller) und Heinz Fitz ("ein alter Jude")

 


 

Lange Nacht der Hörspielmusik von Peter Zwetkoff - 10. Dezember 2011

Am 10. Dezember 2011 von 15:00 bis 24 Uhr findet im Literaturhaus Wien eine "lange Nacht der Hörspielmusik von Peter Zwetkoff"statt. "Peter Zwetkoff ist 86 Jahre alt und hat seit 1954 beim Südwestfunk SWF Baden-Baden als freischaffender Hauskomponist für radiophone und filmische Aufgaben, muskdramaturgische Arbeit mit Schauspielern, Musikern, Regisseuren und Technikern gearbeitet. Er schrieb die Musk zu über 250 Hörspielen und zahlreiche Bühnen- und Spielfilmmusiken." Initiator dieser Veranstaltung ist Matthias Breit, Mitveranstalter sind das Institut für Musikwissenschaft der Universisät Innsbruck und das Stadtmuseum Hall in Tirol.

 


 

"Verdienstkreuz der Stadt Innsbruck" für Abraham Gafni, Judith Shomrony und Richard B. Benson

Am 10. und 21. Mai 2011 wurden Abraham Gafni (geb. Erich Weinreb) , Judith Shomrony (geborene Erika Schwarz) und Richard B. Benson mit dem "Verdienstkreuz der Stadt Innsbruck" ausgezeichnet. „Diese Auszeichnung ist ein Zeichen des Respekts und der Wertschätzung. Es soll eine Anerkennung dafür sein, dass Herr Gafni trotz der negativen Erfahrungen in der Zeit der Judenverfolgung das Bekenntnis zu Innsbruck lebt“, so Bürgermeisterin Mag.a Christine Oppitz-Plörer und „Ich verleihe diese Auszeichnung mit tiefem Respekt für Judith Shomrony und Richard B. Benson, deren Familien die furchtbaren Ereignisse des Nationalsozialismus in Innsbruck miterlebt haben“.

Abraham Gafni wurde als Erich Weinreb 1928 in Innsbruck geboren und lebte bei seinen Großeltern Wolf Meier und Amalie Turteltaub in der Defreggerstrasse 12, wo es in der Pogromnacht zu einem brutalen Überfall kam. Im Mai 1939 konnte er als 10-Jähriger mit seinem jüngeren Bruder Poldi Scharf nach Palästina fliehen.

Judith Shomrony, geborene Erika Schwarz, lebte mit ihren Eltern und Geschwistern in der Falkstrasse 18. Im März 1938 flüchtete sie nach Paris, 1939 ging sie nach Manchester und 1946 nach Palästina. Sie lebt heute in Tel Aviv.

Richard Benson, Judith Shomrony,
                            Christine Oppitz-Plörer

Richard B. Benson und Judith Shomrony mit Bürgermeisterin Mag.a Christine Oppitz-Plörer - Foto Benson / Mühlmann

Richard B. Benson´s Großvater Richard Berger wurde in der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 brutal ermordet. Richard Berger war Vorstand der Israelitischen Kultusgemeinde und wohnte mit seiner Familie in der Anichstrasse 13. Fritz Berger, später Frederik Richard Benson, gelang nach England, und war 1946 an der Verhaftung von SS-Studentensturmführer Dr. Gerhard Lausegger massgeblich beteiligt.

Presseaussendungen Stadt Innsbruck - Verleihung Gafni. pdf / Verleihung Shomrony / Benson.pdf

 


 

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update 08.11.2011

 
     

 

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