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Erinnerungstheaterprojekt
Alte Heimat / Schnitt / Neue Heimat - 11. bis
13. November 2011
Das Erinnerungstheaterprojekt
"Alte Heimat / Schnitt / Neue Heimat" von
spectACT mit der Gruppe Darstellendes
Spiel am Abendgymnasium Innsbruck
thematisiert das Leben zweier jüdischer
Vertriebener aus Innsbruck. "Sie waren
Kinder oder Jugendliche und mussten wegen
ihrer jüdischen Herkunft vor der
nationalsozialistischen Verfolgungs- und
Vernichtungspolitik aus Innsbruck fliehen und
konnten sich in England bzw. Israel eine neue
Heimat aufbauen. Ihre Erinnerungen an die alte
Heimat, an Flucht und Vertreibung und das
Leben in der neuen Heimat haben sie in
Interviews geschildert. Die Erzählungen
von zwei ZeitzeugInnen bringt die
Theatergruppe des Abendgymnasiums nun auf die
Bühne."
Die Aufführungen finden im Westbahntheater,
Feldstrasse 1a, Innsbruck am 11. und
12. November jeweils um 20 Uhr und am 13.
November um 18 Uhr statt. Reservierungen: irmi.bibermann@aon.at
Seligsprechung von Provikar Lampert am 13. November 2011
Am 13. November 2011 findet um 15:30 der Seligsprechungsgottesdienst des österreichischen Priesters Carl Lampert in der Pfarrkirche St. Martin in Dornbirn statt, ORF III überträgt live. "Carl Lampert ist der ranghöchste Priester Österreichs, der von den Nationalsozialisten ermordet wurde. 1894 in Göfis in Vorarlberg geboren, war der Provikar ab 1939 als Stellvertreter von Bischof Paulus Rusch für die kirchliche Verwaltung des Tiroler Teils der damaligen Apostolischen Administratur Innsbruck-Feldkirch verantwortlich. Lampert trat mutig gegen kirchenfeindliche Handlungen von NS-Gauleiter Franz Hofer auf, der Tirol als ersten "klösterfreien Gau" errichten wollte. So protestierte der Provikar etwa gegen die Enteignung des Frauenklosters "Zur Ewigen Anbetung" in Innsbruck. Mehrmals wurde Lampert in Gestapo-Haft genommen. Wegen seines Eintretens für den 1940 im KZ Buchenwald ermordeten Tiroler Pfarrer Otto Neururer begann für Provikar Lampert im August 1940 ein Martyrium durch die Konzentrationslager Dachau und Sachsenhausen-Oranienburg. 1941 wurde Lampert "gauverwiesen" und nach Stettin verbannt. Ein Gestapo-Spitzel verwickelte ihn dort in eine angebliche Spionage-Affäre. Am 13. November 1944 wurde Provikar Lampert in Halle an der Saale enthauptet." - Quelle Katholische Presseagentur Österreich
"Jüdische
Lebensgeschichten aus Tirol"- Tagung in
Schloss Tirol - 15. bis
17.November 2011
Vom 15. bis 17. November 2011
findet im Landesmuseum Schloss Tirol in
Südtirol unter der wissenschaftlichen
Leitung von Prof. Dr. Thomas Albrich
eine Tagung mit dem Thema "Jüdische
Lebensgeschichten aus Tirol - vom Mittelalter
bis in die Gegenwart" statt. In
Zusammenarbeit des Südtiroler Landesmuseums
für Kultur- und Landesgeschichte Schloss
Tirol und dem Institut für Zeitgeschichte
der Universität Innsbruck finden
Vorträge und Diskussionen statt.
ReferentInnen sind Thomas Albrich, Andrea
Bonoldi, Klaus Brandstätter, Maria Luise
Crosina, Peter Geiger, Patrick Gleffe,
Nikolaus Hagen, Martin Hanni, Christian
Herbst, Niko Hofinger, Gretl Köfler,
Rosanna Pruccoli, Francesco Saracino, Federico
Steinhaus und Helmut Rizzolli.
Zum Abschluss gibt es am Donnerstag, 17.
November 2011 ein Gespräch von Siegfried
de Rachewitz mit Dr. Esther Fritsch,
Präsidentin der Israelitischen
Kultusgemeinde für Tirol und Vorarlberg und
Dr. Elisabetta Rossi-Innerhofer, Präsidentin
der jüdischen Gemeinde Meran zum Thema "Die
Zukunft der jüdischen Gemeinden in Tirol".
Einladung.pdf
Filmprojekt
"Zersplitterte Nacht - die Rekonstruktion der
Innsbrucker Pogromnacht"
"Die Musterschülerin
Emilie und der Rebell Tom sollen für ihre
Geschichtsmatura den Mord am Vorsitzenden der
jüdischen Kultusgemeinde für Tirol
und Vorarlberg Ing. Richard Berger in der
Innsbrucker “Reichskristallnacht” des 9.
November 1938 rekonstruieren. Nach
anfänglichem Widerstand von Tom, der die
„Nazikacke“ schon nicht mehr hören
möchte, fügen die beiden
Schüler Zeitzeugeninterviews,
Archivmaterial und erfundene Charaktere zu
einer Geschichte zusammen, die aufdeckt und
erklärt, wie es zum grausamen und feigen
Mord an Ing. Richard Berger und der
rassistischen “Reichskristallnacht” kommen
konnte. Dem von einem Burn Out in den
Lehrdienst zurückgekehrten
Geschichtelehrer Dr. Springer gelingt es nicht
nur seine Schüler bestens auf die Matura
vorzubereiten, sondern die Gewissheit zu
vermitteln, dass Geschichte vor allem
Lebensschule ist." . - so der Inhalt
des Filmprojektes "Zersplitterte Nacht" der Audiovisuellen Gedächtnis
Produktion . Das Drehbuch zum Film stammt
von Dr. Peter Mair, Regie führt Hermann
Weiskopf ("Meine Tante Lydia"), und die
Kameraführung liegt in den Händen von
Josch H. Pifsterer . Die
Zeitzeugeninterviews wurden u.a. mit Abi
Bauer, Judith Shomrony, Abraham Gafni und
Richard Benson, dem Enkelsohn von Ing.
Richard Berger geführt.
Auf der Besetzungsliste finden
sich Christine Mayn, Michael Walde Berger,
Nick Wilder, Ottfried Fischer, Patrick
Mölleken, Julia Gschnitzer, Nina
Hartmann, Martin Strele, Heinz Fitz, Edwin
Hochmuth, u.a..
| Fotos von den Filmarbeiten
im Oktober 2011: |
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| Michael Walde Berger
(Ing. Richard Berger) und Christine Mayn
(Grete Berger) |
Martin Strele
(Gestapobeamter Friedrich Müller)
und Heinz Fitz ("ein alter Jude") |
Lange Nacht der
Hörspielmusik von Peter Zwetkoff - 10. Dezember 2011
Am 10. Dezember 2011 von 15:00 bis 24 Uhr findet im Literaturhaus Wien eine "lange
Nacht der Hörspielmusik von Peter
Zwetkoff"statt. "Peter Zwetkoff
ist 86 Jahre alt und hat seit 1954 beim
Südwestfunk SWF Baden-Baden als
freischaffender Hauskomponist für
radiophone und filmische Aufgaben,
muskdramaturgische Arbeit mit Schauspielern,
Musikern, Regisseuren und Technikern
gearbeitet. Er schrieb die Musk zu über
250 Hörspielen und zahlreiche
Bühnen- und Spielfilmmusiken." Initiator dieser Veranstaltung ist Matthias
Breit, Mitveranstalter sind das Institut
für Musikwissenschaft der Universisät
Innsbruck und das Stadtmuseum Hall in Tirol.
"Verdienstkreuz der
Stadt Innsbruck" für Abraham Gafni,
Judith Shomrony und Richard B.
Benson
Am 10. und 21. Mai 2011 wurden Abraham
Gafni (geb. Erich
Weinreb) , Judith Shomrony
(geborene Erika Schwarz) und
Richard B. Benson mit dem
"Verdienstkreuz der Stadt Innsbruck"
ausgezeichnet. „Diese Auszeichnung ist ein
Zeichen des Respekts und der Wertschätzung.
Es soll eine Anerkennung dafür sein, dass
Herr Gafni trotz der negativen Erfahrungen in
der Zeit der Judenverfolgung das Bekenntnis zu
Innsbruck lebt“, so Bürgermeisterin Mag.a
Christine Oppitz-Plörer und „Ich
verleihe diese Auszeichnung mit tiefem Respekt
für Judith Shomrony und Richard B. Benson,
deren Familien die furchtbaren Ereignisse des
Nationalsozialismus in Innsbruck miterlebt
haben“.
Abraham Gafni wurde
als Erich Weinreb 1928 in Innsbruck
geboren und lebte bei seinen Großeltern
Wolf Meier und Amalie
Turteltaub in der Defreggerstrasse
12, wo es in der Pogromnacht zu einem
brutalen Überfall kam. Im Mai 1939 konnte
er als 10-Jähriger mit seinem
jüngeren Bruder Poldi Scharf
nach Palästina fliehen.
Judith Shomrony,
geborene Erika Schwarz, lebte mit
ihren Eltern und Geschwistern in der Falkstrasse 18.
Im März 1938 flüchtete sie nach
Paris, 1939 ging sie nach Manchester und 1946
nach Palästina. Sie lebt heute in Tel
Aviv.
Richard B. Benson und Judith
Shomrony mit Bürgermeisterin Mag.a
Christine Oppitz-Plörer - Foto Benson /
Mühlmann
Richard B. Benson´s
Großvater Richard Berger wurde
in der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938
brutal ermordet. Richard Berger war
Vorstand der Israelitischen Kultusgemeinde und
wohnte mit seiner Familie in der Anichstrasse
13. Fritz Berger, später
Frederik Richard Benson, gelang nach
England, und war 1946 an der Verhaftung von
SS-Studentensturmführer Dr. Gerhard
Lausegger massgeblich beteiligt.
Presseaussendungen Stadt
Innsbruck - Verleihung Gafni. pdf
/ Verleihung
Shomrony / Benson.pdf
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